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Die Neue Internet Zeitung |
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Gisela Rudolf: Zurück zur HeiterkeitIn ihrem sechsten Buch hat die Solothurner Schriftstellerin und ehemalige Journalistin und Zeitungsredaktorin Gisela Rudolf-Salzmann den Weg zurück zur Heiterkeit gefunden. War ihr erstes Buch ein Liebesroman, folgten dann vier Bücher mit einem etwas schwermütigen Hintergrund. Jetzt, in ihrem sechsten Buch „... wenn du es nicht lassen kannst“, schreibt sie heiter und doch nicht leichtsinnig, unbeschwert und doch nicht oberflächlich über eine Frau-Mann-Beziehung zwischen Berlin und Solothurn. In einem Interview hatte die Autorin zu ihrem neuen Buch erklärt, der neue Roman sei unterhaltsam und tiefgründig zugleich. Sie sei immer wieder gefragt worden, ob sie denn nicht wieder ein so leichtes Buch wie den Erstling schreiben könne. „Jetzt habe ich’s getan“, heisst es in dem fraglichen Interview auf die entsprechende Frage, und aus der Antwort spürt man buchstäblich die Erleichterung darüber, dass der Autorin dies gelungen ist – ein heiteres Buch zu schreiben. Ob das Buch autobiografische Züge aufweist, darüber schweigt sich die Autorin zu Recht aus. Wer schreibt, weiss ja, dass man sich in diesem Akt nicht ausserhalb seiner eigenen Person stellen kann (und will). Deshalb erkennt man in ihrem neuen Roman auch die eigenwillige Persönlichkeit der Autorin, die als Walliserin schon in jungen Jahren als Journalistin in einer von Männern dominierten Zeitungsredaktion sich durchzusetzen wusste und, wenn es nötig war, ihren eigenen Schreibstil, der ausserhalb der gängigen politischen Norm lag, mit Verve verteidigte. Nicht von ungefähr hat sie deshalb das Milieu der Kleinstadt eingefangen, um dann den Kontrast zur Weltstadt Berlin herzustellen, und zwischen diesen beiden Orten pendelt die Liebe hin und her. Dort die Grossstadt, die Liebschaft, hier das Familienleben, mit den zwei Kindern und dem beruflich sehr engagierten Gatten. Gisela Rudolf beleuchtet die Verschiedenartigkeit der Charaktere und zeigt subtil auf, dass immer wieder die gleiche Gegensätzlichkeit anzieht und stolpern lässt. Das uralte Thema kommt in der Tat leicht und amüsant daher, zuweilen unverblümt frech und temporeich, frei von einem Psychologisieren, das ihre früheren Bücher durchfurcht hatte. “... wenn du es nicht lassen kannst“ könnte auch als Spiegelbild ihrer eigenen Seele verstanden werden, denn Gisela Rudolf ist eine Persönlichkeit mit Witz und Humor, aber auch mit grossem Tiefgang. Beim sechsten Buch ist es ihr erfreulicherweise gelungen, ihr eigenes Ich hineinzubringen, nicht im Sinne einer Biografie, sondern als sichere, feste Schreibgrundlage.
Weitere Informationen:
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