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Bundesratswahl

UNHEILIGE ALLIANZEN?

Im Nachgang zur Bundesratswahl vom vergangenen Mittwoch stellen sich mir doch einige Fragen: Im Vorfeld der SVP-internen Bundesrats-Kandidatenkür tat Nationalrat Siegrist in den Medien kund, dass er zugunsten von Samuel Schmid auf eine Kandidatur verzichten werde. Ich frage mich nun, weswegen er diesen an sich richtigen Entschluss im Wahlverfahren so rasch über den Haufen geworfen hat. War für ihn die Möglichkeit, doch noch zum Bundesrat gewählt zu werden, so verlockend gewesen, dass er seine eigenen Prinzipien über den Haufen geworfen hat? Erklärungsbedarf hat er meines Erachtens als SVP-Nationalrat und Präsident der OG gegenüber den SVP-Mitgliedern sowie den Angehörigen der Offiziersgesellschaft angesichts der Tatsache, dass ihn linke Armeeabschaffer portiert haben. Ich hätte von Siegrist erwartet, dass er dieser linken Versuchung widerstanden und am Rednerpult umgehend erklärt hätte, auf derartige "Unterstützung" zu verzichten. Eine Stellungnahme dazu erwarte ich übrigens auch von der Offiziersgesellschaft.

Ebenfalls Erklärungsbedarf hat die SP um Cavalli und Co. Da wird wochenlang grossmäulig lamentiert, die SVP aus dem Bundesrat werfen zu wollen und dann finden die Genossen als "Sprengkandidaten" nur einen karrieresüchtigen SVP-Vertreter. Ein eher klägliches Resultat! Es ist doch dürftig, wenn nun die Sozialisten zusammen mit einigen Medien versuchen, dies als Erfolg darzustellen. Wenn man die diesbezügliche Leistung von Cavalli nüchtern beurteilt und zudem weiss, dass bis am Wahlmittwoch Bodenmann als Strippenzieher im Hintergrund wirkte, so erlaube ich mir, folgenden Tipp an die beiden "Strategen" abzugeben: Macht doch das, was ihr könnt: Bodenmann soll sein Hotel betreiben und Cavalli soll sich seinen Patienten widmen!

Esther Bosshart, Gemeinderätin SVP Stadt Solothurn

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