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Die persönlichen Konsequenzen oder die Ohnmacht des kleinen Mannes

Für den Laien beziehungsweise für den sogenannten kleinen Mann auf der Strasse, dessen gesellschaftliche Bedeutung hierzulande immer wieder unterschätzt wird, ist es unfassbar, nicht nachvollziehbar, was wenige Menschen in wenigen Jahren mit der nationalen Fluggesellschaft Swissair angerichtet haben: Sie einfach, mir nichts, dir nichts, in den Ruin getrieben zu haben – allerdings in der Pose des alles überragenden Unternehmers, begleitet von einem Verwaltungsrat, der kläglich versagt hat, der seine Verantwortung in keiner Weise wahrgenommen hat, der seine Aufsichts- und Kontrollpflicht schlichtweg nicht erfüllt hat. Und da war doch noch ein Beratungsunternehmen, das 100 Millionen Franken für das Debakel kassiert hat. Für welche Leistung eigentlich?

Und all‘ die geballte Unfähigkeit soll der kleine Mann auf der Strasse, dem doch die Bosse immer wieder sagen, was er zu tun und zu lassen hat, verstehen? Man kann es nicht verstehen! Und die Wut im Bauch, die ihn belastet, von diesen kleinen Sorgen des kleinen Mannes auf der Strasse, davon wollen die grossen Bosse, die die Swissair kaputt gemacht haben, davon wollen sie alle nichts wissen.

Doch vielleicht können diese Menschen dem kleinen Mann auf der Strasse sagen, welche persönlichen Konsequenzen sie aus ihrem eigenen Versagen ziehen werden. Von wegen Anstand und Moral, von der wegen unternehmerischen Ethik, von der sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung ganz zu schweigen. Wer jetzt nicht selber dafür sorgt, um in der Versenkung mit der gesellschaftlichen Ächtung zu verschwinden, der oder die muss dorthin befördert werden. Die Glaubwürdigkeit ist doch kaputt, und wer dies nicht begreift. schadet der Gesellschaft.

Es ist zum Heulen, was da einige Menschen vor dem 11. September und vor der Ära Mario Cotti angerichtet haben.

Angesichts des Dramas, das mit der einst stolzen Swissair inszeniert worden ist, wird man wohl kaum zur Tagesordnung übergehen wollen und können. Die politische Erschütterung, welche das Swissair-Debakel zur Folge haben wird, ist noch gar nicht abzuschätzen. Und bis anhin war davon auch noch nicht die Rede.

Es ist der Fluch der bösen Tat, dass sie dauernd Böses muss gebären. Ja, da ist nicht nur ein Unternehmen ruiniert, da ist auch Böses getan worden!



wb.

 

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