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- Wetter-Prognosen-Hysterie (WPH) (19.09.2007)
Das waren noch Zeiten, als man einmal im Tag im Radio sich die Wetter-Prognosen anhörte und im übrigen auf die eigene Urteilskraft vertraute. Der Blick aus dem Fenster gehörte jeden Morgen zur Pflicht, wie das Zähneputzen. Und da gabs ja auch noch die Volksweisheit: Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert das Wetter oder es bleibt wie es ist. Doch wo haben wir heute noch bäuerliche Misthaufen? - Lasst uns sichtbare und unsichtbare Mauern bauen (26.07.2007)
Wer hätte dies vor dem 9. November 1989 gedacht: Der Bau von Mauern ist im Westen politisch und gesellschaftlich salonfähig geworden. Hatte man die Berliner Mauer, von den politischen Machthabern im Arbeiter- und Bauernstaat DDR als „antifaschistischer Schutzwall“ bezeichnet, im Westen seit ihrem Bestehen (August 1961) als unmenschlich, grausam und als Bankrotterklärung des kommunistischen Herrschaftssystems (zu Recht) kritisiert, wird jetzt der Bau von Mauern – sichtbaren und unsichtbaren - im Westen mehr oder weniger widerspruchslos hingenommen. - „Die ganze Schweiz hat mitgemacht…“ (27.10.2006)
Man überlege sich, was das bedeutet, wenn es in einem von der Post zugestellten Glücksbringerbrief heisst „Die ganze Schweiz hat mitgemacht…“. Das ist doch so viel, geografisch gesehen, wie wenn in der Wetterprognose mitgeteilt wird, es regne in der ganzen Schweiz, also vom Bodensee bis zum Genfersee und von Basel in der Nordwestecke bis nach Chiasso im Tessin. - „Eine journalistisch aufbereite Sammlung von Fakten und Daten“ (30.03.2006)
Das World Wide Web (www.) hat die Kommunikation weltumfassend revolutioniert. Das weltweite Netz ermöglicht es unter anderem, dass Millionen von Menschen im Internet ihren eigenen Auftritt in Szene setzen können. Da und dort auch etwas „dick“ aufgetragen. - Werbung auf Abwegen ( 5.02.2006)
Es hat einmal, das ist zwar schon lange her, aber immerhin: es hat einmal zum guten Ton gehört, Kinder aus der Werbung herauszuhalten. Kinder sollten von der Werbung ferngehalten werden, damit sie unbehelligt von Geldausgeben und Kaufrausch aufwachsen können. Seit jedoch der Detailhandel Kinder und Jugendliche als interessantes Zielpublikum entdeckt hat, ist es mit dieser ethischen Haltung vorbei. Leider muss man ganz allgemein feststellen, dass da und dort Werbung auf Abwege geraten ist. - Ist Christoph Blocher jetzt auch ein „halber Bundesrat“? (12.01.2005)
Das Ausgrenzen und Vernütigen gehört seit einer Reihe von Jahren unter anderem zur parteipolitischen Strategie der SVP – eine Abkürzung, die auch für „Schweizerische Vernütiger Partei“ stehen könnte. Es ist nun einmal eine Tatsache, dass man, nicht nur hierzulande, mit dem Schüren von Angst und dem Austeilen unter die Gürtellinie handfeste Politik machen kann. Etwa Angst vor den Ausländern oder Angst vor dem Zustrom von billigen Arbeitskräften aus dem Osten. - Hört die Schweiz tatsächlich in Winterthur auf? (19.07.2004)
Wenn in den Ostschweizer Kantonen der Eindruck entsteht, die übrige Schweiz und insbesondere Bundesbern habe ein Anliegen aus dieser Region nicht richtig verstanden, ihm zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt oder es erst gar nicht zur Kenntnis genommen, ist man sehr schnell zur Stelle, das Lied von der Landesgrenze zu singen, die Winterthur aufhört. - „Mehr Weihnachten“ (23.11.2003)
Mehr Weihnachten – wer möchte sich dies nicht wünschen in einer Welt der Kriege, des Hasses, des Neides und der Missgunst? Der Wunsch nach mehr Weihnachten erklingt jedes Jahr, meistens Anfang November. Jetzt ist er bereits am 31. Oktober 2003 laut geworden. - Ein Unternehmer in der Regierung, und alles wird besser! (17.06.2003)
Im Kanton Solothurn geht derzeit die zweite Runde zur Besetzung eines Sitzes in der Regierung über die Runde, nachdem im ersten Wahlgang keiner der drei Kandidaten das absolute Mehr erreicht hatte. Es stehen sich gegenüber (in der Reihenfolge des Ergebnisses des ersten Wahlgangs): ein Sozialdemokrat (Roberto Zanetti), ein CVP-Mann (Klaus Fischer) und der SVP-Kantonalpräsident Heinz Müller. - Das kann ja heiter werden (22.05.2003)
In jeder Ecke der Welt werde Amerika die Terroristen jagen, sie finden und (logischerweise) der amerikanischen Gerechtigkeit zuweisen. Dies hat, sinngemäss, unlängst Präsident George W. Bush vor laufender TV-Kamera verkündet. Wenn man versucht, diese Aussage richtig zu interpretieren, so würde dies bedeuten, dass sich Amerika endgültig als der grosse Weltpolizist versteht, der, unabhängig der 190 in der Uno vertretenen Nationalstaaten, aus eigener Machtvollkommenheit zum Rechten sehen wird. - Endlich: Neun statt sieben Bundesräte? ( 9.04.2003)
Ausgerechnet der Ständerat, von dem nicht selten gesagt wird, er sei konservativ und behäbig in seiner politischen Arbeit, hat in der jüngsten Frühjahrssession einen unerwarteten Entscheid gefällt: In der Debatte über die Staatsleitungsreform gab er seinem Willen zur Schaffung eines Neunerkollegiums in der Landesregierung deutlich Ausdruck. - Schwadroneure (13.02.2003)
Schwadroneure, das heisst Menschen, die wortreich herumschwatzen, haben wieder einmal Hochkonjunktur. Immer dann, wenn politische Extremsituationen entstehen, melden sie sich zu Wort. Und in der heutigen Mediengesellschaft machen sie mit ihrem Schwadronieren jene Schlagzeilen, welche die Mitglieder dieser Gesellschaft auf Trab halten, allerdings nur einen Teil davon. Zum Glück! - „Schönste Barockstadt der Schweiz“ ( 5.01.2003)
Solothurn ist die Hauptstadt des Kantons Solothurn, und der Ort an der Aare zählt etwas mehr als 15'000 Einwohner. Appenzell ist der Hauptort von Appenzell-Innerrhoden mit rund 5'600 Einwohnern. An der Einwohnerzahl gemessen ist Appenzell fast dreimal kleiner als Solothurn, und der Ort kann sich auch nicht mit dem Attribut versehen, die „schönste Barockstadt der Schweiz“ zu sein. - Hat die Schweiz verloren? (12.03.2002)
Nach dem sogenannten Appenzeller Recht ist es jedem Schweizer und jeder Schweizerin unbenommen, nach einer Abstimmungsniederlage etwa während vierzehn Tagen – im Rahmen demokratischer Grenzen - zu räsonieren und seiner Enttäuschung über den Ausgang der Abstimmung Ausdruck zu geben. Nach dem Uno-Ja steht dieses Recht selbstredend auch Nationalrat Christoph Blocher zu, denn schliesslich hat er an diesem 3. März 2002 persönlich und politisch eine schwere Niederlage hinnehmen müssen. - Man kann ja auch auf Details pochen oder die Auflehnung wider die Abzockerei! (22.02.2002)
Oh, du heilige Einfalt! Seit Jahren wird hierzulande nach qualifizierten Mitgliedern von Verwaltungsräten gerufen. Und was erleben wir? Eric Honegger, Vreni Spoerry lassen mit einem schönen Swissair-Gruss grüssen. Die Liste der weiteren „Beispiele“ könnte ohne weiteres verlängert werden. Es sei da nur noch an die Kuoni-Stiftung erinnert. Man muss somit gar nicht überrascht sein, was sich soeben in den heiligen Hallen der ABB abgespielt hat. - Um die Moral der Arbeiterschaft besorgt ... ( 1.02.2002)
Vor vielen, vielen Jahren hatte es hierzulande die Arbeiterschaft weit besser als heute. Der Arbeitgeber kümmerte sich nicht nur um die Zeit des Arbeiters im Betrieb – 10 Stunden pro Tag, inklusive Samstag, für einen Lohn, der noch alle 14 Tage bar in die Hand ausbezahlt wurde -, nein, auch für die übrige Zeit zeigte sich der Arbeitgeber, beziehungsweise der „Herr Direktor“, besorgt, weil ihm das Wohl seiner ihm anvertrauten lohnabhängigen Menschen über den Arbeitszeit hinaus am Herzen lag. So kannte zum Beispiel die damalige Industriestadt Winterthur während der Woche den Beizenschluss abends um 10.30 Uhr. Womit dem Arbeiter von Seiten des Arbeitgebers ein Schlafzeit von mindestens sechs Stunden pro Nacht garantiert werden konnte. Wo gibt es heute noch so etwas? Wo doch feststeht, dass der Mensch sich nur im Schlaf richtig erholen kann. - Es lebe die gemütliche schweizerische Politik (11.12.2001)
Wann endlich nehmen wir nicht nur zur Kenntnis, sondern verinnerlichen wir auch die Tatsache, dass wir alle, ohne Ausnahme, in einem sehr, sehr glücklichen Land leben? - Animositäten zwischen Basel-Zürich? (10.10.2001)
Natürlich wird der Swissair-Debakel seinen Niederschlag auch an der nächstjährigen Basler Fasnacht finden. Basler „Schnitzelbangg“-Schreiber sind ja bekannt für ihre spott-beissenden Verse. Und obendrein ist der oberste UBS-Boss Marcel Ospel ein begnadeter Fasnächtler, der weiss, welche Bedeutung die drei schönsten Tage in der Stadt am Rheinknie für einen Basler haben. - Der kleine Unterschied (28.09.2001)
Das war halt schon beeindruckend, wie da x-tausend Amerikanerinnen und Amerikaner nach den brutalen und schrecklichen Terroranschlägen in New York und Washington sich um die Fahne des Landes, Symbol der Einigkeit und Freiheit, scharten. Es war, als ob das Entrollen der Fahne, das Schwenken der Fahne den Menschen die eigenen Kräfte zum Widerstand gegen die Bedrohung des Landes durch unsichtbare Terroristen stärken würde. - Die Erdgas-Fahne (15.08.2001)
Es gehört zum Ritual eines erfolgreichen Sportlers, dass er nach einem grossen Seig mit der Fahne seines Heimatlandes, zum Beispiel in einem Stadion, eine Runde dreht. Er hält sie in beiden Händen über den Kopf geschlagen, wodurch die Fahne fröhlich flattert, wenn der Sportler bei seinem Ehrenlauf die Ovationen des Publikums entgegennimmt. So war es wieder bei André Bucher, der bei der jüngsten Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Kanada mit einer Glanzleistung Weltmeister über 800 Meter geworden ist. - Die Masslosigkeit des Christoph Blocher: Woher kommt sie? (10.06.2001)
Nationalrat Christoph Blocher schlägt wieder einmal mit dem Zweihänder herum, wie man es von ihm seit der denkwürdigen EWR-Abstimmung vom 6. Dezember 1992 gewohnt ist – mit dem Unterschied allerdings, dass er jetzt in jeder Hand ein Schwert schwingt und jeden trifft, der sich ihm in seiner Überzeugung, die Schweiz so zu erhalten, wie sie angeblich seit 1921 besteht: frei, unabhängig, neutral, in den Weg stellt. - Blocher-Land ist nicht überall! (17.04.2001)
Dass die Berner SVP das Heu nicht auf der gleichen Bühne hat wie die Zürcher SVP, ist allgemein bekannt, und der neue Berner SVP-Bundesrat versteht es ausgezeichnet, gegenüber der Politik des rückwärtsgewandten Einpeitschers der Nation auf Distanz zu gehen. Weil Bern und Zürich die beiden bevölkerungsreichsten Kantone der Schweiz sind, liegt es auf der Hand, dass die Machtkämpfe der beiden SVP-Blöcke landesweit Beachtung finden. - SBB und Sulzer oder wenn Menschen versagen ( 9.03.2001)
Ernst "Aschi" Leuenberger, wortgewaltiger Solothurner Ständerat, hat wieder einmal eine wunderschöne Gotthelf-Figur geliefert: Hinterher chäre und poltern anstatt vorausschauend handeln, bevor die Axt am Baum ist. - Expo-Trauerspiel ohne Ende (26.01.2001)
Neues Kapitel im Expo-Trauerspiel: Ungedeckte Mehrkosten sind auf 140 Millionen Franken angestiegen, und bis auf weiteres weiss niemand so recht, wie die fehlenden Mittel aufgebracht werden können. Noch bevor die Expo die Tore geöffnet hat, geschweige denn klar ersichtlich ist, was mit dieser Schweizerischen Landesausstellung im Jahre 2002 (ursprünglich 2001) für das Land erreicht werden soll, muss schon jetzt angenommen werden, dass die Defizitgarantie des Bundes in der Höhe von 338 Millionen Franken beansprucht werden muss. Und ob es bei den 338 Millionen bleiben wird, ist auch noch unklar. - Ausländereinbürgerung: endlich! (10.01.2001)
- Ist Christoph Blocher politisch noch zurechnungsfähig? (10.12.2000)
- Mutiert die Blocher-Partei zur Überfremdungspartei? ( 2.11.2000)
- Eine Wiedervereinigung, die keine ist ( 9.10.2000)
- Bleibt alles beim alten? Nachtrag zum 24. September 2000 (26.09.2000)
- Wehe, wenn man ins AHV-Alter kommt... (30.08.2000)

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