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Die Neue Internet Zeitung |
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Leni RiefenstahlEs ist sicher richtig, dass Leni Riefenstahl von der “Entjudung” des deutschen Films profitierte und besten Kontakt bis hinauf zum Führer hatte. Es ist auch richtig, dass immer wieder versucht hat, zu verdrängen, zu ignorieren und zu vergessen. Aber warum wurde ausgerechnet Riefenstahl fast allein zur Unperson im Nachkriegsdeutschland, während die Gesellschaft, die sich doch mit der verwendbaren Tüchtigkeit der alten Nazis wie Josef Abs, Friedrich Flick, Hans Globke und vielen mehr ganz gemütlich abfand und NS-konformen Künstlern wie Gustaf Gründgens oder Herbert von Karajan die höchsten Ehren zollte?
Warum hat man zu einer Zeit, da der "Jud Süss"-Regisseur Veit Harlan längst wieder Filme drehen konnte, ausgerechnet aus Riefenstahl, die nie einen Hetzfilm drehte und nicht einmal Parteimitglied war, eine Verfemte gemacht? Weil sie (künstlerisch) auf einer höheren Stufe stand? Ihre Künstlerkollegen Harlan, Gründgens und Furtwängler, um nur einige zu nennen, waren mehr als Rädchen im Getriebe, doch ihr Können lag im Spektrum des Gewohnten. Riefenstahl aber stand an der Spitze einer neuen Kunstbewegung, sie machte deutsche Filmkunst in der Welt berühmt, ihr Olympiafilm wurde vor dem Krieg in ganz Europa gefeiert. Man legt dann halt andere Massstäbe an, wie z.B. bei Martin Heidegger oder Gottfried Benn. Denn wenn sich solche Grössen einmal infizieren - und sei es auch nur für einen Moment -, dann bleibt ihr Name mit dieser Schande ewig verbunden: Denn wie sollen sich die Ansprüche an uns alle retten lassen, wenn selbst die Größten, die Ausnahmen ihnen nicht genügen? Bilder, und besonders eben gute, bleiben länger haften als z.B. Gesprochenes. Während das Radio ein Medium war, das die Faschisten zwar populär machten und missbrauchten, in dem sie aber nichts Neues erfanden, schuf Riefenstahls Massen- und Körpersprache tatsächlich ein neues Genre. Das Radio konnte sich von seinen bösen Anfängen lösen, weil es, unter demokratische Aufsicht gestellt, fortan artig seinen Bildungsauftrag erfüllte - und weil kein Nachrichtensprecher an Goebbels, kein Hörspiel gleich an den Sportpalast denken ließ. Wenn Sie aber Leni Riefenstahl als Wegbereiterin Hitlerscher Machtentfaltung bezeichnen, tun Sie ihr zu viel der Ehre an! P.S. Ich bin kein Deutscher
    Leserbrief zum Artikel  100 und kein bisschen weise
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Fischbrötchen
Das Problem der FDP
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